Eine andere Form der kommerziellen Musik ist solche, die in der Werbung verwendet wird. Hierbei muss man unterscheiden zwischen einem Audio Logo und Musik, die in Werbefilmen oder Präsentationen verwendet wird.

Audiologos sind kurze Melodien, die das Unternehmen auch hörbar darstellen sollen. Besonders gute Beispiele sind der Standard-Klingeltöne von Nokia und das Telekom-Jingle, aber auch die Startsequenz von Apple- und Windows-Computern.

Werbemusik als Karrieresprungbrett

Musik für Werbefilme hingegen ist aufwendiger und wird meistens eigens komponiert und dann in einem Studio eingespielt. In den Nachkriegsjahren gab es noch richtige Orchester, die Werbejingles aufnahmen. Damals waren die Stücke bis zu zwei Minuten lang und erzählten kleine Geschichten, die entsprechend musikalische Untermalung benötigten. Manche Werbesongs wurden auch zu Ohrwürmern und gar zu Hits, wie „Ice in the sunshine“, das eigens für eine Langnese-Kampagne geschrieben wurde. Kaum jemand aber kennt die Band Beagle Music Ltd, die es einst aufgenommen hat. Der US-Sänger Paul Anka hatte einst einen ähnlichen Erfolg mit „Times of Your Life“ für die Firma Kodak, war aber schlau genug, den Song auch noch mal unter seinem Namen auf einer seiner Platten aufzunehmen und zu vermarkten. Ein Beispiel aus der jüngeren Geschichte war der offizielle Song zur Fußball-WM in Südafrika, Wavin Flag von K’naan.

Musik in der Werbung wird entweder eigens für einen Spot in Auftrag gegeben oder aber man versucht, bestehende Kompostionen zu lizensieren. Ein Beispiel ist die Sängerin Feist, deren Song „1,2,3,4“ so gut wie niemand kannte – bis Apple ihn für seine iPod-Kampagne verwendete und Leslie Feist über Nacht auf der ganzen Welt bekannt machte.

Andere Beispiel von einprägsamen deutschen Werbesongs sind zum Beispiel „Komm doch mit auf den Underberg“, „Nicht geht über Bärenmarke“ oder „Wenn’s um’s Geld geht .. Sparkasse“. Ein ebenfalls etwas älterer Werbejingle ist „Auf diese Steine können sie bauen“ einer Bausparkasse.