Kommerz und Musik haben schon immer zu einem gewissen Maße zusammengehört. Die Musiker der Antike mussten ihren Herrschern ebenso gefallen wie die Minnesänger des Mittelalters. Komponisten wie Mozart schlugen sich vor allem mit Auftragsarbeiten durch. Aber dennoch war ihr Werk meistens alleinstehend und konnte ihnen auch zugeordnet werden.

Mit der Erfindung des Films begann sich dies zu ändern. Hierbei rückte das Genie des Komponisten zunehmend in den Hintergrund, er hatte weniger Freiheiten und bekam mehr Vorgaben. Eine der wichtigsten war und ist, dass die Musik die Dramaturgie des Films nicht nur unterstützen muss, sondern sekundengenau zeitlich abgestimmt sein muss. Der Paukenschlag muss dann kommen, wenn im Film gerade etwas Dramatisches passiert und nicht eine Sekunde früher oder später.

Hans Zimmer ist eine Ikone geworden

Der Tonfilm gab der Filmmusik an sich dann mehr Bedeutung und noch heute gibt es einen Oscar für die beste Filmmusik. Aber die meisten Komponisten von Filmmusik haben in der Musik kaum eine große Bedeutung. Das bedeutet nicht, dass man nicht erfolgreich sein kann. Der deutsche Hans Zimmer ist einer der am besten verdienenden Komponisten und hat sich einen großen Namen in Hollywood gemacht. Andere große Namen waren Ennio Morricone (Spiel mir das Lied vom Tod) , John Williams (Star Wars) und James Horner (Avatar). Aber auch wenn die meisten Filmmusiker auch andere Musik geschrieben haben, konnte sie niemals wirklich aus dem Schatten der Filme heraustreten.

Die Filmmusik hat übrigens Anleihen an der Oper genommen, vor allem was das Leitmotiv angeht. In einem Film wird man diese Melodie immer wieder hören. Spiel mir das Lied vom Tod ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine solche Melodie gleichsam zum Markenzeichen eines Films machte und auch half, diesen bekannt zu machen.