Die Anfänge der elektronischen Musik liegen bereits in den 50er Jahren, als Musiker wie Karlheinz Stockhausen erstmals mit Computern experimentierten und ihnen zufällige Töne entlockten. Es dauerte aber noch einige Jahre, bis elektronische Keyboards auch mit leistungsfähigen Chips ausgestattet wurden. Den großen Durchbruch brachte der Synthesizer. Er wurde zunächst in den 70er Jahren eingesetzt, vor allem in der Pop- und Discomusik sowie im Progressive Rock.

Die Technowelle brachte den Durchbruch für elektronische Musik. Darunter versteht man Musik, die fast ausschließlich von einem Computer oder Synthesizer erzeugt wird. Ausnahmen sind kleine Sprachfetzen und Samples. Bands wie Kraftwerk und Depeche Mode prägten die ersten Jahre der elektronischen Musik.

In den 90er Jahren entwickelten sich die verschiedenen Substile. Techno blieb zwar noch bestehen, aber das Electro Genre gewann an Bedeutung. Es hatte einen anderen Rhythmus, der vor allem durch afroamerikanische Musik beeinflusst wurde. New Wave war eine Untergruppe und auch im Funk hatte die elektronische Musik einen Einfluss, auch wenn da noch Instrumente verwendet werden.

Auch andere Stile wie Rockmusik bezogen elektronische Musik mit ein und schufen einen eigenen Stil. Als Beispiele sind Bands wie Radiohead zu nennen. Hier stand aber das klassische Songwriting auch mit Mittelpunkt.

Mit der Jahrtausendwende besann sich die Elektronische Musik wieder auf ihre Ursprünge. Trance, Dubstep und vor allem House-Musik prägten die Szene, bis heute noch. Oftmals wird auch der Begriff der Elektronischen Tanzmusik verwendet. Festivals mit DJs wie Paul van Dyk ziehen Zehntausende Fans an. Auch das Spektrum ist breiter geworden, es reicht von Hardcore mit schnellen metallischen Klängen zu den sphärischen Klängen der Ambientmusik. Oftmals findet man in Clubs und auf Festivals aber auch verschiedene Richtungen vertreten, auch um etwas Abwechslung zu bieten.